Oslo - Vorgeschlagen sind insgesamt 168 Einzelpersonen und 23 Organisationen. Dies teilte das Nobelkomitee in Oslo mit. Die Namen hält das Gremium traditionell geheim, oft teilen jedoch die Nominierenden ihre Kandidaten mit.
Als Favoriten gelten der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari und der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono. Der frühere finnische Staatschef wurde für seine Vermittlerrolle in mehreren internationalen Konflikten nominiert, Yudhoyono für seine Bemühungen um ein Friedensabkommen für die Provinz Aceh. Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell wurde für seinen Beitrag zum Ende des Bürgerkriegs im Sudan aufgestellt, der Rocksänger Bob Geldof für die Organisation der Live-8-Benefizkonzerte im vergangenen Jahr und der irische Sänger Bono (U2) für seinen Kampf gegen Armut.
Auf der Vorschlagsliste stehen auch die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer, der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Guiliani und der indische Gelehrte Sri Sri Ravi Shankar. Als weitere mögliche Kandidaten werden die US-Talkmasterin Oprah Winfrey, der venezolanische Präsident Hugo Chavez und die Hilfsorganisation Oxfam gehandelt. Diese wurden jedoch nicht bestätigt. Im vergangenen Jahr wurden die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihr Direktor Mohammed el-Baradei mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Vorschlagsberechtigt sind mehrere tausend Personen, darunter die Parlamentsabgeordneten und Regierungsangehörigen aller Staaten, aber auch viele Professoren. Für den Friedensnobelpreis nominiert zu werden, sei leicht, sagte Geir Lunestad, der Sekretär des fünfköpfigen Nobelpreiskomitees. Eine Nominierung bedeute jedoch nicht, dass das Komitee hinter dem Vorschlag stehe. Der Gewinner wird im Oktober bekannt gegeben. Verliehen wird der Preis wie immer am 10. Dezember in Oslo.
asc/AP
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