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16.04.2006
 

Italien

Prodi lässt sich nicht beirren

Der italienische Wahlsieger Romano Prodi arbeitet trotz des Streits um den Ausgang der Parlamentswahl bereits an der Regierungsbildung. Ministerpräsident Silvio Berlusconi weigert sich dagegen weiter, seine Niederlage anzuerkennen.

Rom - "Genug ist genug. Lasst uns an die Arbeit gehen", sagte Prodi heute in seiner Heimatstadt Bologna. "Ich arbeite schon im Stillen an der neuen Regierung, und das ist, was getan werden muss", sagte Prodi, dessen Mitte-links-Allianz bei der Wahl vor einer Woche eine knappe Mehrheit erzielt hatte. "Das Land muss atmen, es muss aufsteigen, es braucht Freude, es muss sich erholen."

Romano Prodi: "Genug ist genug"
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REUTERS

Romano Prodi: "Genug ist genug"

Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich noch am Samstag geweigert, seine Niederlage anzuerkennen. Er schrieb in der Tageszeitung "Corriere della Sera": "Zumindest auf Grundlage der Stimmenmehrheit gibt es keinen Sieger und keinen Verlierer." Er bekräftigte seinen Aufruf an Prodis Bündnis, eine Koalition zu bilden. Ein solches Bündnis dürfe nicht prinzipiell ausgeschlossen werden, schrieb er. Berlusconi hatte Prodi bereits Anfang der Woche ein entsprechendes Angebot unterbreitet, das die Opposition jedoch strikt ablehnte.

Das amtliche Wahlergebnis wird erst bekannt gegeben, wenn die Überprüfung von rund 5200 umstrittenen Stimmzetteln abgeschlossen ist. In Rom wird erwartet, dass das kurz nach Ostern der Fall sein wird. Bisherigen Zahlen des Innenministeriums zufolge errang Prodi in beiden Parlamentskammern eine knappe Mehrheit. Experten rechnen nicht damit, dass Überprüfungen das Ergebnis verändern werden.

ler/AP/dpa

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