New York - Bereits wenige Tage nach dem Beginn der Urananreicherung hätten iranische Ingenieure diese wieder zurückgefahren, berichtet heute die "New York Times" unter Berufung auf europäische Diplomaten. Atomexperten erklärten, dies könne neben diplomatischen Zielen auch auf technische Probleme hindeuten. Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel der Forschung zur friedlichen Nutzung der Atomenergie nach Nuklearwaffen zu streben.
Bei einem Scheitern der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wollen die USA laut einem Bericht der "Washington Post" Europa und Japan zu umfangreichen Wirtschaftssanktionen drängen. Wie die Zeitung heute berichtete, wären zahlreiche hochrangige Mitglieder der iranischen Regierung betroffen. Diese sollen keinen Zugang mehr zu ausländischen Devisen und den weltweiten Märkten haben. Auch Auslandskonten sollten gesperrt werden, hieß es unter Berufung auf interne US-Unterlagen und den Angaben von drei Regierungsmitarbeitern. Ausgearbeitet werde der Plan von einem Team des Finanzministeriums, das Außenministerin Condoleezza Rice Bericht erstatte.
Die Regierung von Präsident George W. Bush sehe als Ziel der Maßnahmen jedes Regierungsmitglied Irans, das Verbindungen zum Programm der Uran-Anreicherung oder zum Terrorismus habe. Ebenso Personen, die an Korruption in der Regierung, der Unterdrückung der Religionsfreiheit oder der Demokratie beteiligt seien oder Verbindungen zur Gewalt im Irak, dem Libanon, Israel und den Palästinenser-Gebieten hätten, hieß es.
Nach US-Einschätzung würden Sanktionen gegen Iran auch einige Verbündete der USA treffen. Trotzdem hoffe die US-Regierung auf eine Beteiligung an den Strafmaßnahmen, sollte der Iran ein von den europäischen Staaten vorgelegtes Paket zur Lösung des Streits ablehnen. Die USA haben seit Jahren Sanktionen gegen Iran in Kraft.
lan/Reuters/AFP
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