New York - Eine entsprechende Erklärung wollen die Uno-Mitgliedstaaten in der kommenden Nacht zum Abschluss einer dreitägigen Aids-Konferenz in New York verabschieden. Die jährlichen Ausgaben der internationalen für den Kampf gegen das Virus sollen bis zum Ende des Jahrzehnts auf umgerechnet 16 bis 18 Milliarden Euro steigen.
Zudem wollen die Vereinten Nationen ihr "Ziel des universellen Zugangs zur Vorsorge, Behandlung, Pflege und Unterstützung" von HIV-Infizierten so weit wie möglich erfüllen. Spezielle Aufklärungskampagnen für junge Menschen und die Empfehlung von Kondomen sollen dafür sorgen, dass künftige Generationen frei von HIV sind. Darüber hinaus verpflichtet sich die internationale Gemeinschaft, allen Schwangeren weltweit freien Zugang zu HIV-Tests und bei Bedarf zu Aids-Medikamenten zu verschaffen.
Das HI-Virus hat seit Entdeckung der ersten Fälle vor 25 Jahren mehr als 65 Millionen Menschen angesteckt und 25 Millionen getötet. Die Ausbreitung der Krankheit hat sich nach Angaben der Uno im vergangenen Jahr zwar verlangsamt. Die Aids-Behörde der Uno warnte bei der Vorlage ihres Jahresberichts 2005 aber vor verfrühtem Optimismus und verwies auf zahlreiche Probleme vor allem in Afrika, die es bei der Behandlung und der Vorbeugung von Aids gebe.
Uno-Generalsekretär Kofi Annan nannte Aids vor der Uno-Vollversammlung heute "die größte Herausforderung dieser Generation". Für Deutschland nahm Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt an der Tagung teil.
ler/dpa/Reuters
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