Mittwoch, 10. Februar 2010

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Fußball-WM 2006

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03.06.2006
 

WM-Besuch

Ahmadinedschad kommt - wenn Iran die Vorrunde schafft

Lange hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad offen gelassen, ob er die Fußball-WM besuchen will oder nicht. Nun legte er sich fest: Er will nach Deutschland reisen, falls sein Nationalteam das Achtelfinale erreicht.

Teheran/Berlin – In der Bundesregierung wird man nun wohl hoffen, dass sich die iranischen Fußballspieler möglichst ungeschickt anstellen. Denn sollte das Team die Vorrunde tatsächlich überstehen, dürfte das Berlin große diplomatische Sorgen bescheren.

Der Präsident und seine Mannschaft: Das Team von Trainer Ivankovic muss sich anstrengen
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AP

Der Präsident und seine Mannschaft: Das Team von Trainer Ivankovic muss sich anstrengen

Ahmadinedschad gab seine Entscheidung am Samstag bei einem Empfang für Spieler und Betreuer in Teheran bekannt. Dabei wurde ihm ein Trikot mit der Nummer 24 und seinem Namen überreicht. Der Präsident hat wegen seiner Atompolitik und israel-feindlicher Äußerungen weltweit für Aufsehen und Besorgnis gesorgt.

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend auf seine Ankündigung. Man beschäftige sich mit der Frage erst, wenn sie sich auch wirklich stelle, sagte ein Sprecher.

Die iranische Nationalmannschaft bezieht an diesem Sonntag ihr WM-Quartier in Friedrichshafen am Bodensee. Bei seiner dritten WM- Teilnahme trifft Iran auf Mexiko, Portugal und Angola. Um erstmals das Achtelfinale zu erreichen, muss die Mannschaft des kroatischen Trainers Branko Ivankovic einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe D belegen.

Zuvor hatte der iranischen Fußballverband FFI seine Einladung an Ahmadinedschad erneuert. "Der Präsident sagte, er komme, falls er die Staatsangelegenheiten rechtzeitig geregelt und freie Zeit habe", sagte FFI-Chef Mohammad Dadkan am Samstag bei einem Empfang des deutschen Botschafters in Teheran.

Der iranische Präsident hatte zuletzt offen gelassen, ob er zu den Spielen der iranischen Mannschaft nach Deutschland kommt. Ein Einreiseverbot für Ahmadinedschad stößt auf juristische Hürden. Als Staatsoberhaupt braucht er kein Visum. Seine Einreise könnte nicht verwehrt werden, es sei denn, der Uno-Sicherheitsrat hätte entsprechende Beschlüsse gefasst. Falls man ihn zur unerwünschten Person erklärte, könnte er sich zum Mitglied des iranischen Teams machen. Diesem hat Deutschland eine freie Einreise garantiert.

itz/dpa

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