Washington - Die Aufnahmen wurden von Marineinfanteristen gemacht, die unmittelbar nach dem Geschehen den Tatort erreichten, berichtet CNN. Es soll sich um insgesamt 30 Bilder handeln, die den Tod der irakischen Zivilisten dokumentieren.
Die Bilder liegen dem Pentagon vor, dürfen aber derzeit nicht veröffentlicht werden, weil sie Teil der Ermittlungen um das mutmaßliche Massaker sind. Ein CNN-Mitarbeiter hat die Fotos gesehen. Seinem Bericht zufolge sind darauf die Leichen der in ihren Häusern getöteten Menschen klar zu sehen, und es sei auch deutlich, dass sie aus nächster Nähe erschossen wurden. Alle 24 Getöteten seien mit roten Zahlen versehen. Bei einigen sei die Zahl auf die Stirn geschrieben, bei anderen auf den Rücken. Die genaue Bedeutung der Ziffern ist unklar, möglicherweise handelt es sich um die Zahl der Schusswunden.
Dem Reporter zufolge zeigen die Bilder unter anderem eine Mutter mit ihrem Kind, deren Leichen eng umschlungen an einer Wand lagen. Eine andere Mutter liege tot neben ihrem ebenfalls erschossenen Kind im Bett.
Alle Opfer hätten Zivilkleidung getragen. Die Bilder zeigen offenbar die Situation kurz bevor eine Marine-Einheit die Leichen abtransportierte. CNN zufolge besteht für das Pentagon kein Anlass die Fotos zu veröffentlichen - auch nicht nach Ende der Ermittlungen
Die beschuldigten US-Marineinfanterie hatten erklärt, dass die Iraker durch die Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe und durch Querschläger getötet worden seien. Augenzeugen hatten dagegen berichtet, die Soldaten hätten aus Rache für einen Anschlag das Feuer auf Zivilisten eröffnet. Militärermittler untersuchen derzeit zudem, ob die Infanteristen das wahre Geschehen vom 19. November vergangenen Jahres vertuschen wollten.
ler/dpa/cnn
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