Berlin - Der Bundessicherheitsrat, der über Rüstungsexporte entscheidet, habe gegen die Lieferung des Fahrzeugs vom Typ "Dingo" keine Einwände erhoben, berichtete die Zeitung "Die Welt". Das zweiachsige Fahrzeug kann fünf bis acht Soldaten transportieren, die darin gegen Beschuss und Minen gesichert sein sollen. Es ist meist mit einem Maschinengewehr bewaffnet. Die Bundeswehr verwendet es bei ihren Einsätzen unter anderem in Afghanistan und im Kosovo.
Der "Welt" zufolge hat Israel bei der Bundesregierung bereits nach einer größeren Lieferung von "Dingos" gefragt. Von der Bundesregierung gab es zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht.
Rüstungsexporte nach Israel sind oft politisch heikel: Einerseits lehnt die Bundesregierung Rüstungsexporte in Spannungsgebiete ab, andererseits ist Deutschland Israel traditionell eng verbunden. Die Bundesregierung hat dem Land die Lieferung von zwei U-Booten zugesagt, für die sie auch einen Teil der Kosten übernimmt. In der Vergangenheit wurde bei Entscheidungen über israelische Exportanfragen auch das Kriterium herangezogen, ob ein Rüstungssystem gegen die Palästinenser eingesetzt werden kann.
asc/Reuters
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