Dili - Die Entscheidung für Ramos-Horta sei bei einem Treffen mit führenden Vertretern der dominierenden Fretilin-Partei gefallen, sagte Präsident Xanana Gusmao heute. Ramos-Horta hatte sich im Kampf um eine Unabhängigkeit von Indonesien im Ausland für die Belange Ost-Timors stark gemacht. 1996 war er dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Nach der Unabhängigkeit wurde er Ost-Timors Außenminister.
Nachdem es in den vergangenen Monaten zu gewaltsamen Unruhen gekommen war, war Ost-Timors Ministerpräsident Mari Alkatiri am 26. Juni zurückgetreten. Die Gewalt war ausgebrochen, nachdem Alkatiri fast 600 Soldaten der 1400 Mann umfassenden Armee entlassen hatte, die gegen Diskriminierung demonstriert hatten. Bei den Unruhen wurden mindestens 20 Menschen getötet.
Rund 2200 ausländische Soldaten wurden zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung in das kleine südostasiatische Land entsandt.
Der kleine asiatische Inselstaat hatte sich 1999 von der indonesischen Besatzung befreit und erlangte 2002 seine vollständige Unabhängigkeit.
ler/reuters
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