Hamburg - Angesichts der verschärften Sicherheitslage in Afghanistan dringt die Truppe darauf, im Einsatz künftig schneller zur Waffe greifen zu können. "Es wäre angemessen, den Auftrag zu transformieren und zu reformieren", sagte der Sprecher der Internationalen Schutztruppe (Isaf) für die Nordregion, Oberstleutnant Markus Werther, der "Financial Times Deutschland". "Der Gedanke, wir machen in Afghanistan nur Wiederaufbau und sonst nichts, kann nicht funktionieren, da werden wir an die Wand gedrückt."
In den vergangenen Wochen war die Bundeswehr in Afghanistan mehrmals Ziel von Anschlägen gewesen. Im Unterschied zur US-geführten Anti-Terror-Mission darf die Isaf keine Kampfeinsätze führen. An dieser Aufteilung will das Verteidigungsministerium bislang nicht rütteln - auch wenn die Forderungen nach einer Zusammenlegung der Mandate derzeit lauter werden. "Eine Zusammenlegung allein führt nicht zu mehr Sicherheit", sagte auch Werther. Vorerst gehe es darum, die Einsatzregeln neu zu definieren. Die Soldaten fordern die Möglichkeit, bei einer drohenden Gefahr auch präventiv handeln zu können.
phw/AFP
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