Washington - Nach der Studie der US-Haushaltsbehörde (CBO) werden die ursprünglich veranschlagten Kosten für Militäreinsätze und Anti-Terror-Operationen seit 2001 um etwa 100 bis 200 Milliarden Dollar überschritten. Der Kongress hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 insgesamt 432 Milliarden Dollar für Kriege und andere Anti-Terror-Maßnahmen bewilligt.
Die Kosten für den Irak-Einsatz belaufen sich den Angaben zufolge seit 2003 auf 291 Milliarden Dollar. Der CBO-Bericht listet zum ersten Mal separate Bilanzen für das amerikanische Irak-Engagement auf. Zuvor waren die Zahlen immer im Zusammenhang mit anderen Anti-Terror-Operationen veröffentlicht worden.
Die CBO-Berechnungen basieren auf zwei unterschiedlichen Szenarien. Das optimistische geht davon aus, dass bis 2007 noch etwa 140.000 Mann im Irak stationiert sind, deren Zahl aber bis 2009 rasch verringert werden könnte bis zum völligen Abzug. Das pessimistische Szenario beinhaltet, dass der Truppenabzug langsamer voranschreitet und die Truppenstärke für lange Zeit nicht unter 40.000 fallen dürfte. Doch auch im Falle des optimistischen Szenarios würden dem Bericht zufolge mindestens weitere 184 Milliarden Dollar für den Irak benötigt.
als/AFP/AP
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