Oslo - Als mutmaßliche Ursache vermutet die norwegische Reaktorschutzbehörde NRPA einen Brennstofffehler und ein Kühlwasserleck. "Wir nehmen das sehr ernst, es hat so einen Störfall bei uns noch nie gegeben", sagte der zuständige Sprecher der Strahlenaufsicht.
Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, die Umgebung des sehr kleinen Reaktors des Institutes für Kerntechnik in Kjeller nördöstlich von Oslo werde von Experten überwacht. So seien zwar im Inneren des Reaktorgehäuses, nicht aber in der Umgebung erhöhte Radioaktivität gemessen worden.
Der 40 Jahre alte Reaktor hat eine Kapazität von weniger als einem Prozent eines typischen Atomkraftwerks und wird mit schwach angereichertem Uran betrieben. Er dient der Grundlagenforschung in Physik und Medizin. Das Land hat weder Atomkraftwerke noch Atomwaffen, sondern nur zwei kleine Forschungsreaktoren.
Im benachbarten Schweden sind vier von zehn kommerziellen Atomreaktoren seit einem noch nicht völlig aufgeklärten Störfall im Kraftwerk Forsmark vom Netz genommen.
tim/AP/dpa/Reuters
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