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29.09.2006
 

Uno

Südkoreaner Ban gewinnt auch dritte Probewahl für Annan-Nachfolge

Der südkoreanische Außenminister Ban Ki Moon hat sich als klarer Favorit für die Nachfolge von Uno-Generalsekretär Kofi Annan positioniert. Der Karrierediplomat gewann auch die dritte Probeabstimmung im Uno-Sicherheitsrat.

New York - Der 62-jährige Ban erhielt bei der geheimen Wahl 13 von 15 möglichen Ja-Stimmen. Ban lag wie schon bei den ersten Probeabstimmungen vor dem aus Indien stammenden stellvertretenden Uno-Generalsekretär für Kommunikation, Shashi Tharoor, der acht Ja-Stimmen erhielt. Dieser hatte angekündigt, bei einer weiteren Niederlage aus dem Rennen aussteigen und die Vereinten Nationen verlassen zu wollen.

Aussichtsreichster Kandidat: Ban Ki Moon
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DPA

Aussichtsreichster Kandidat: Ban Ki Moon

Einen Achtungserfolg errang die lettische Präsidentin Vaira Vike-Freiberga mit sieben Ja-Stimmen. Sie war zum ersten Mal ins Rennen gegangen und auf dem dritten Platz gelandet. Sie ist die einzige Frau unter den sieben Kandidaten. Annan scheidet Ende Dezember nach zehn Jahren aus dem Amt. Es gilt als wahrscheinlich, dass er von einem Asiaten abgelöst wird.

Ban äußerte sich nach seiner Rückkehr von der Uno-Vollversammlung in New York heute zurückhaltend über seine Aussichten auf den Posten des Uno-Generalsekretärs: "Es ist noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen", sagte er in Seoul. "Ich werde bescheiden das Ergebnis der nächsten Probeabstimmung und der offiziellen Wahl abwarten."

Gemäß der Uno-Charta wählt zwar die Uno-Vollversammlung den Generalsekretär, die Empfehlung dafür kommt aber vom Sicherheitsrat. Besonderes Gewicht haben dabei die fünf ständigen Ratsmitglieder Frankreich, Großbritannien, USA, Russland und China.

Für Montag ist bereits die vierte Testwahl geplant. Das nächste Votum wird erstmals zwischen den Stimmen der fünf Vetomächte und denen der anderen zehn Mitglieder unterschieden. Dann wird die Farbe der Stimmzettel verraten, ob eine Vetomacht gegen den Favoriten stimmt. Sollte sich China gegen Ban aussprechen, wäre es um seine Kandidatur geschehen. Ein Nein aus den Reihen der Fünf bedeutet, dass der Kandidat zunächst gescheitert ist.

Die Bundesrepublik hat sich bisher für keinen Kandidaten ausgesprochen. Nach einem ungeschriebenen Rotationsprinzip sollte der neue Uno-Generalsekretär aus Asien kommen. Annan (Ghana) und sein Vorgänger Butros Butros-Ghali (Ägypten) stammen aus Afrika. Die endgültige Abstimmung findet am 15. Oktober statt.

ler/AFP/dpa

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