Teheran - "Die Existenz dieses Regimes ist die Wurzel vieler Probleme der heutigen Menschheit", sagte Ahmadinedschad am Donnerstag vor einer Menschenmenge in Islamschahr nahe der Hauptstadt Teheran.
"Unser Land hat bereits erklärt, dass dieses Regime unrechtmäßig ist schon seit seiner Gründung. Es ist erfunden. Es wurde den Ländern in der Region aufgezwungen, und es kann nicht überleben", sagte Ahmadinedschad kurz vor dem Jerusalem-Tag, dem letzten Freitag des muslimischen Fastenmonats Ramadan. An diesem Tag gedenken Iraner jedes Jahr der palästinensischen Bevölkerung.
Ahmadinedschad hatte im vergangenen Jahr mit seiner Äußerung für weltweite Empörung gesorgt, dass Israel "von der Landkarte gefegt" werden sollte. Zudem leugnete der iranische Präsident den Mord an sechs Millionen Juden durch die Nazis und bezeichnete den Holocaust als Märchen.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert erklärte daraufhin, Iran wolle Israel vernichten. Verteidigungsminister Schaul Mofas bezeichnete vor diesem Hintergrund das iranische Atomprogramm im April als die größte Bedrohung für die Juden seit dem Holocaust.
Ahmadinedschad äußerte sich auch zum iranischen Atomstreit mit dem Westen. "Die iranische Nation wird nicht ein Jota ihrer Rechte aufgeben", sagte er vor Tausenden Anhängern. Die Menge skandierte: "Atomenergie ist unser Recht."
Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel seines Atomprogramms zur zivilen Nutzung der Kernenergie nach Nuklearwaffen zu streben. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.
hen/AP/Reuters
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