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16.12.2006
 

Wahl im Iran

Gemäßigter Rafsandschani führt

Bei der Wahl zur Expertenversammlung in Iran liegt Schätzungen zufolge der gemäßigte frühere Präsident Rafsandschani vorn. Seinen ultrakonservativen wichtigsten Konkurrenten konnte er offenbar auf die Plätze verweisen. Erhärtet sich das Ergebnis, wäre es eine Schlappe für Ministerpräsident Ahmadinedschad.

Teheran - Am Freitag hatten die Iraner erstmals seit dem Amtsantritt von Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor gut einem Jahr wieder landesweit gewählt. Die Bestimmung der 86 Mitglieder der Expertenversammlung und der Gemeindevertreter gilt deshalb auch als Test für die Popularität des 50-jährigen Staatschefs. Offizielle Ergebnisse soll es nach Auskunft des Innenministeriums in Teheran frühestens am Sonntag geben.

Akbar Haschemi-Rafsandschani: Schätzungen zufolge liegt er bei der Wahl zum wichtigsten iranischen _Gremium ganz vorn.
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AP

Akbar Haschemi-Rafsandschani: Schätzungen zufolge liegt er bei der Wahl zum wichtigsten iranischen _Gremium ganz vorn.

Doch berichten mehrere iranische Nachrichtenagenturen heute von ersten Schätzungen. Demnach liegt Akbar Haschemi-Rafsandschani, der das gemäßigt-konservative Lager repräsentiert, auf Platz eins der insgesamt 140 schiitischen Geistlichen, die um die Sitze in der Expertenversammlung konkurrieren. Ajatollah Mohammad-Taqi Mesbah-Jasdi, der als ideologischer Mentor Ahmadinedschads gilt, folge erst an sechster Stelle. Der Expertenrat gilt als das wichtigste Gremiums Irans.

Beobachter verweisen darauf, dass verlässliche Ergebnisse erst nach Auszählung aller Stimmen zu erwarten seien. Das Innenministerium wollte sich bisher zu den Hochrechnungen nicht äußern.

Von den insgesamt etwa 70 Millionen Iranern waren mehr als 46 Millionen berechtigt, neben den kommunalen Parlamenten die Expertenversammlung neu zu bestimmen. Sie gilt als das wichtigste Gremium der islamischen Republik, da sie den obersten Führer des Landes ernennt und ihn auch entlassen könnte. Das Amt hat als Nachfolger von Revolutionsführer Ajatollah Khomeini seit 1989 Ajatollah Ali Chamenei.

ler/dpa

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