Mogadischu - Mit dem Abzug solle Blutvergießen vermieden werden, sagte Sheik Sharif Sheik Ahmed dem Sender al-Dschasira. Die islamischen Milizen gaben nach Augenzeugenberichten kurz darauf ihre Stellungen auf.
"Wir haben die Stadt nicht dem Chaos überlassen. Wir haben sie verlassen, um ein heftiges Bombardement durch die äthiopischen Streitkräfte abzuwenden", fuhr Scheich Ahmed fort. Er warf der mit der somalischen Übergangsregierung verbündeten äthiopischen Armee
Die Soldaten der somalischen
Übergangsregierung wollen "in den nächsten Stunden" in die
Hauptstadt Mogadischu einmarschieren. Das sagte ein Sprecher am Donnerstag am Sitz der Regierung in Baidoa.
Er bestätigte, dass die gegnerischen islamistischen Milizen
Mogadischu verlassen hätten. Vor ihrem Abzug hätten die Milizionäre ihre Arsenale geöffnet und Waffen und Munition an die örtliche Bevölkerung ausgeteilt, um "Chaos und Unruhen" zu provozieren, sagte der Sprecher weiter.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP hatten kurz vor Ausstrahlung der Erklärung des Islamistenführers von Maschinengewehr-Feuer aus dem Viertel Sinaai im Norden Mogadischus berichtet. Anwohnern zufolge näherten sich Soldaten der Übergangsregierung und
äthiopische Truppen aus nördlicher und nordöstlicher Richtung der Hauptstadt.
Ein AP-Reporter berichtete, dass einige Milizionäre ihre Uniformen ablegten und sich dem Kommando von Clanführern unterstellten. Einige Einrichtungen des Rats der islamischen Gerichte wurden geplündert, es gab Schießereien vor allem im Norden Mogadischus. Dort kamen nach Augenzeugenangaben mindestens vier Menschen ums Leben.
Die Islamisten, die sich selbst als Union
Der Sicherheitsrat der
Vereinten Nationen konnte sich unterdessen auch im zweiten Anlauf nicht auf einen Appell zu einer friedlichen Lösung des Konflikte einigen.
sev/ap/afp
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