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16.01.2007
 

Fall Litwinenko

Britische Ermittler wollen erneut nach Moskau

Lange war es ruhig in der Affäre um den durch radioaktives Gift getöteten Ex-Spion Litwinenko. Jetzt wollen britische Ermittler erneut in Moskau auf Spurensuche gehen.

Moskau - Im Fall des mysteriösen Giftmordes am früheren russischen Agenten Alexander Litwinenko wollen die britischen Ermittler von Scotland Yard erneut nach Moskau reisen. Die Briten hätten gestern ein entsprechendes Gesuch eingereicht, zitierte die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass heute den Generalstaatsanwalt Juri Tschaika. Die britische Polizei hatte im Zuge ihrer Untersuchung bereits im Dezember Beamte nach Moskau geschickt.

Tschaika hatte am Sonntag erklärt, eine Gruppe von russischen Ermittlern werde "sehr bald" nach Großbritannien aufbrechen und dort gemeinsam mit den dortigen Kollegen eine Untersuchung beginnen.

Litwinenko war Anfang November in London mit dem radioaktiven Element Polonium 210 vergiftet worden und drei Wochen später im Krankenhaus gestorben. Der Kreml-Kritiker hatte auf dem Totenbett den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich gemacht. Wer hinter seinem Tod steckt, ist bis heute unklar.

phw/AFP

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