Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



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24.01.2007
 

Britischer Zeitungsbericht

Nordkorea hilft Iran bei Atomprogramm

Formiert sich eine unheilige nukleare Allianz? Einem Bericht des "Daily Telegraph" zufolge wird Iran bei seinem Atomprogramm von Nordkorea unterstützt. Es gebe Anzeichen, dass Teheran intensiv an der Vorbereitung eines unterirdischen Atomtests nach dem Vorbild Pjöngjangs arbeite.

London - Nordkorea hilft Iran einem Zeitungsbericht zufolge bei Vorbereitungen für einen unterirdischen Atomwaffentest. Wie das britische Blatt "Daily Telegraph" unter Berufung auf einen hochrangigen europäischen Verteidigungsfunktionär berichtete, stellte Pjöngjang Teheran alle Unterlagen über seinen Atomtest vom vergangenen Oktober zur Verfügung.

Satellitenbild der iranischen Nuklearanlage in Natans: Bereitet Teheran einen Atomtest vor?
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AFP

Satellitenbild der iranischen Nuklearanlage in Natans: Bereitet Teheran einen Atomtest vor?

In allen atomaren Einrichtungen Irans würden seit dem Jahreswechsel verstärkte Aktivitäten beobachtet. Alles deute daraufhin, dass die Iraner hart an der Vorbereitung eines eigenen unterirdischen Atomtests arbeiteten.

Nordkorea hatte am 9. Oktober trotz internationaler Warnungen einen ersten Atomwaffentest unternommen und damit weltweit Empörung hervorgerufen. Der Uno-Sicherheitsrat verhängte daraufhin gegen das Land eine Reihe von Strafmaßnahmen.

Der namentlich nicht genannte europäische Experte sagte der Zeitung, Nordkorea habe ein Team iranischer Atomwissenschaftler eingeladen, die Erkenntnisse aus dem nordkoreanischen Nukleartest zu prüfen, um Teheran so bei den Vorbereitungen für einen eigenen Test zu helfen. Dieser könne möglicherweise noch bis zum Ende dieses Jahres stattfinden.

Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte gegeben, nach denen iranische Vertreter den nordkoreanischen Test vor Ort beobachtet hätten. Zudem sollen iranische Militärsberater regelmäßig nach Nordkorea reisen, wenn dort Raketen getestet würden. Diese Zusammenarbeit sei nun auf den nuklearen Bereich ausgeweitet worden, heißt es in dem Bericht des "Daily Telegraph".

Hochrangige europäische Militärvertreter seien tief besorgt, dass die nordkoreanische Unterstützung die Entwicklung einer iranischen Atomwaffe beschleunigen könnte. Die Iraner fühlten sich in ihren Bestrebungen dadurch ermutigt, dass die Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines Atomtests angesichts der weltweiten Empörung eher harmlos ausgefallen seien.

US-Präsident George W. Bush hatte Nordkorea und Iran bereits im Jahr 2002 auf seiner "Achse des Bösen" verortet. Der Westen verdächtigt Iran, unter dem Deckmantel seines Nuklearprogramms an Atomwaffen zu bauen. Der Uno-Sicherheitsrat hatte daher im Dezember Sanktionen gegen Iran von Ende Februar an beschlossen, falls sich das Land weiterhin weigert, die für den Bau von Atomwaffen nötige Urananreicherung einzustellen.

phw/AFP

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