Oslo - In offiziellen Stellungnahmen geht die norwegische Armee wieder von militärischen Gefahren durch das östliche Nachbarland aus, berichtet die Osloer Zeitung "Aftenposten" heute. Als Beleg zitierte das Blatt eine neue Analyse des Forschungsinstitutes der Streitkräfte (FFI) über aktuelle Bedrohungsszenarien. In dem zur Vorbereitung der militärischen Planungen 2009-2012 vorgesehenen Rapport heißt es, dass Russland eine "militärische Bedrohung" nicht mit Blick auf eine Invasion wie zu Zeiten des Kalten Krieges darstelle, sondern durch denkbare "begrenzte Militäraktionen".
Für die Regierung des Nato-Landes sagte der Staatssekretär im Osloer Verteidigungsministerium, Espen Barth Eide, man sehe "keine Rückkehr zum Kalten Krieg". Er meinte weiter: "Allerdings ist unübersehbar, dass Russland als Großmacht wieder da ist und Einfluss sowie Respekt vor seinen Eigenarten fordert." Es gelte nun politisch, "Zusammenarbeit und Standhaftigkeit" im Verhältnis zu Moskau miteinander zu kombinieren.
ler/dpa
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