Fort Campbell - Das Militärgericht der Kaserne Fort Campbell im US-Staat Kentucky befand den 24-jährigen Paul Cortez unter anderem der Verschwörung zu gemeinschaftlicher Vergewaltigung, des vierfachen schweren Mordes und der Vergewaltigung für schuldig. Der Soldat hatte zuvor gestanden, dadurch drohte ihm nicht mehr die Todesstrafe.
Der Täter zeigte sich während der Verhandlung reuig: "Ich weiß nicht warum", sagte Cortez vor dem Militärgericht. "Ich möchte mich für all den Schmerz und das Leid entschuldigen, das ich der Familie al-Dschanabi zugefügt habe." Das Gericht verfügte die unehrenhafte Entlassung des Feldwebels aus den Streitkräften. Weil Cortez geständig war und auch gegen Mitangeklagte aussagen will, schloss der Militärankläger eine Vereinbarung mit dem Angeklagten, wonach das Strafmaß nach zehn Jahren reduziert werden kann.
Im Zusammenhang mit dem Verbrechen im März vergangenen Jahres in Mahmudija wurde bereits im November der ebenfalls 24-jährige Soldat James Barker zu 90 Tagen Haft verurteilt. Barker beschrieb, wie die insgesamt fünf Soldaten Whisky tranken und Karten spielten, während sie das Verbrechen planten. Cortez sagte aus, dass das Mädchen zuerst von dem Soldaten Steven Green und dann von ihm vergewaltigt worden sei. Dann habe Green die Eltern und die Schwester und schließlich die 14-Jährige erschossen. Sie hätten die Leiche des Mädchens und ihre eigenen Kleider in Brand gesetzt. Die Tatwaffe warfen sie in einen Kanal.
Green wurde bereits vor der Anklage aus den Streitkräften entlassen und muss sich deswegen vor einem Zivilgericht in Kentucky verantworten. Die beiden übrigen Soldaten, Jesse Spielman und Bryan Howard, warten noch auf ihren Prozess vor einem Militärgericht.
asc/AP/Reuters
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