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26.04.2007
 

Irak

Britisches Militär überdenkt Einsatz von Prinz Harry

Prinz Harry wird möglicherweise doch nicht Dienst im Irak schieben. Der BBC zufolge denkt das Militär noch einmal neu über die Gefahren für den Enkel der Queen nach. Extremisten hatten damit gedroht, ihn zu entführen und ihm die Ohren abzuschneiden.

London - Eigentlich hätte es schon bald losgehen sollen - doch nun wird möglicherweise nichts daraus: Das britische Militär will die Sicherheitslage für den Prinzen im Irak noch einmal überdenken. Pläne dazu würden "ständig neu geprüft", berichtet die britische BBC heute unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Armeechef Richard Dannatt müsse angesichts der eskalierenden Gewalt im Irak abermals bewerten, ob er seine Entscheidung zum Einsatz des Leutnants als Leiter einer Gruppe von Aufklärern aufrecht erhält.

Leutnant Prinz Harry: Drohungen gegen den britischen Thronfolger Nummer drei
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DPA

Leutnant Prinz Harry: Drohungen gegen den britischen Thronfolger Nummer drei

Prinz Harry werde im Irak "keinen Schreibtisch-Job akzeptieren", erklärte BBC-Korrespondent Peter Hunt. Vor der Entscheidung zu seiner Entsendung hatte Harry gedroht, er werde seinen Dienst in der Armee aufgeben, wenn ihm der Irak-Einsatz verwehrt werde.

Britische Zeitungen hatten am Wochenende berichtet, Harry sei bereits jetzt zum Angriffsziel von Extremisten erklärt worden. Aufständische hätten konkrete Pläne, den königlichen Leutnant zu entführen, berichtete die britische Sonntagszeitung "The Observer". Dafür seien verschiedene Fotos aus dem Internet heruntergeladen und an islamistische Milizen verteilt worden. Einige der gefährlichsten paramilitärischen Gruppen hätten bei den im Süden des Irak stationierten britischen Truppen Informanten eingeschleust, die den Aufenthaltsort und die Bewegungen des prominenten Briten ausspionieren sollen.

Abu Zaid, Kommandeur einer schiitischen Rebellengruppe, sagte der Zeitung zufolge: "Mit angehaltenem Atem sehen wir der Ankunft des jungen, gut aussehenden, verwöhnten Prinzen entgegen und wir vertrauen darauf, dass er auf das offene Schlachtfeld treten wird." Harry werde gewiss zu seiner Großmutter, der Königin von England, zurückkehren, "aber ohne Ohren".

Zunächst hatte es nach den Berichten aus Regierungskreisen noch geheißen, es bleibe dabei, dass der 22-Jährige ab Ende Mai für sechs Monate im Irak eingesetzt werde. Der Prinz soll mit einer Einheit seines Eliteregiments "Blues and Royals" in den Irak gehen und dort einen elf Mann starken Aufklärertrupp führen.

ler/dpa

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