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03.07.2007
 

Japan

Verteidigungsminister tritt nach Äußerung über Atombomben zurück

Nur vier Wochen vor den Wahlen muss Japans Ministerpräsident Shinzo Abe die Regierung umbilden. Verteidigungsminister Kyuma trat zurück, weil er die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki als "unvermeidbar" bezeichnet hatte.

Tokio - Japans Verteidigungsminister Fumio Kyuma hielt der massiven Kritik an seinen Bemerkungen zum Einsatz von Atombomben im Zweiten Weltkrieg nicht mehr stand. "Ich bedauere, dass meine Kommentare für Unruhe gesorgt haben. Es tut mir leid", sagte der 66-Jährige - und trat zurück.

Kyuma hatte erklärt, die Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki durch die USA sei "unvermeidbar" gewesen. Nagasaki gehört zu seinem Wahlbezirk. Durch die im August 1945 eingesetzten Atombomben starben bis heute mehr als 360.000 Menschen. Japan kapitulierte nach der Bombardierung.

Neue Verteidigungsministerin soll nach Regierungsangaben die Nationale Sicherheitsberaterin Yuriko Koike werden. Die 54-Jährige spricht fließend Englisch und Arabisch und wäre die erste Frau auf dem Posten.

Die Kontroverse um Kyuma kommt für Abe zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Umfragen zufolge droht ihm bei den Oberhauswahlen am 29. Juli der Verlust der Mehrheit in der Parlamentskammer.

Sollte er deutlich an Stimmen verlieren, könnte er sich gezwungen sehen, auch die Wahlen für das Unterhaus vorzuziehen.

asc/Reuters/AFP

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