Bayonne/Paris - Nach Angaben der Feuerwehr wurden am Morgen im Dorf Guéthary an der Atlantikküste zwei unbewohnte Ferienhäuser teilweise zerstört. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.
Die Attentäter hätten die Sicherheitskräfte zuvor durch anonyme Anrufe vorgewarnt, teilte die Feuerwehr mit. Allerdings hätten die Einsatzkräfte die Sprengsätze nicht mehr rechtzeitig entschärfen können.
Die französische Innenministerin Michele Alliot-Marie verurteilte die Anschläge. Die Täter hätten in Kauf genommen, Menschen zu verletzen oder zu töten, sagte sie.
Am Vorabend waren in der gleichen Gegend südlich von Bayonne drei mutmaßliche Mitglieder eines Eta-Kommandos verhaftet worden. Das Trio transportierte Sprengstoff in einem Lieferwagen. Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Ferienhäuser gab es laut Polizei nicht. Die drei verhafteten Eta-Mitglieder planten nach Einschätzung der spanischen Polizei einen Autobombenanschlag in der nordspanischen Region Navarra. Mit der Festnahme sei ein unmittelbar bevorstehender Anschlag verhindert worden.
Östlich von Paris nahm die Polizei zwei mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation Eta fest. Die beiden 30-jährigen Verdächtigen gingen der Polizei bei einer Verkehrskontrolle ins Netz. In ihrem gestohlenen Lieferwagen wurden unter anderem eine Schusswaffe, Computermaterial und spanische Personalausweise gefunden.
Die baskische Separatistenorganisation Eta kämpft seit knapp 40 Jahren gewaltsam für ein unabhängiges Baskenland im Norden Spaniens. Anfang Juni hatte die Eta eine 14-monatige Waffenruhe aufgekündigt und droht seither mit neuem Terror. Mit den aktuellen Festnahmen sind seit dem Ende der Waffenruhe insgesamt elf mutmaßliche Terroristen der Organisation gefasst worden.
Erst vor knapp zwei Wochen hatte die spanische Polizei im Süden des Landes ein mit 130 Kilogramm Sprengstoff beladenes Eta-Fahrzeug entdeckt. Das Gebiet in Frankreich diente den Terroristen bislang vor allem als Rückzugs- und Nachschubgebiet. In den vergangenen Monaten gab es aber auch mehrfach Anschläge im französischen Baskenland.
amz/Reuters/AFP/dpa
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