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19.07.2007
 

Britische Regierung

Haschisch-Beichte der Innenministerin löst Geständniswelle aus

Damit hatte der britische Premier Gordon Brown wohl nicht gerechnet: Gestern kündigte er an, Innenministerin Smith werde schärfere Gesetze zum Besitz von Haschisch prüfen. Heute gab Smith zu, früher selber Joints geraucht zu haben - und dann outeten sich noch weitere Mitglieder des Kabinetts als ehemalige Gelegenheitskiffer.

London - Gleich neun Mitglieder des britischen Kabinetts haben heute gestanden, früher Haschisch geraucht zu haben. Zunächst sagte Innenministerin Jacqui Smith dem Fernsehsender GMTV, sie habe vor 25 Jahren an der Universität Oxford ein paar Joints geraucht. Es sei "falsch" gewesen und sie habe es nicht besonders genossen, betonte die 44-Jährige. Andere Drogen habe sie nie genommen.

Kabinett mit Ex-Kiffern: Britischer Premier Brown (Mitte) im Kreise seiner Minister
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REUTERS

Kabinett mit Ex-Kiffern: Britischer Premier Brown (Mitte) im Kreise seiner Minister

Das Bekenntnis von Jacqui Smith löste dann eine ganze Geständniswelle in der Labour-Regierung aus. Ein hochrangiger Mitarbeiter von Smith, der Staatsminister für Sicherheit, Terrorismusbekämpfung und Polizei, legte als Erster nach seiner Chefin in der BBC ein ähnliches Bekenntnis ab. Er habe als Student "ein bis zwei Mal" Hasch geraucht, sagte Tony McNulty. Viele Leute an der Uni seien damals damit in Berührung gekommen. Anschließend outeten sich noch weiter Mitglieder des Kabinetts, darunter Finanzminister Alistair Darling sowie die Verantwortlichen für Verkehr, Handel und Wohnungsbau. Darling sagte, er habe "gelegentlich in seiner Jugend" Haschisch geraucht.

Ein Sprecher von Premierminister Gordon Brown betonte, der Regierungschef habe niemals illegale Drogen genommen. Wie einzelne Minister auf diese Frage antworteten, sei ihre Sache. Brown hatte am Vortag angekündigt, dass die neue Innenministerin Smith prüfen werde, die Gesetzgebung zum Besitz von Haschisch wieder zu verschärfen. Es bestehe Anlass zur Sorge angesichts einiger besonders starker Cannabis-Arten.

kai/AFP

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