• Drucken
  • Senden
  • Feedback
03.09.2007
 

Abschiebung

Christlicher Iraner seit 50 Tagen im Hungerstreik

Sollte er in sein Heimatland abgeschoben werden, droht ihm der Tod. Um gegen seine geplante Abschiebung zu protestieren, ist ein zum Christentum übergetretener Iraner in Neuseeland vor mehr als 50 Tagen in den Hungerstreik getreten.

Wellington - Amnesty International hat auf den Fall hingewiesen, andere Menschenrechtsorganisationen schlugen Alarm. Nun appellierte das Oberhaupt der anglikanischen Kirche an die Regierung in Wellington, den Fall neu zu prüfen. Der gebürtige Muslim fürchtet in Iran die Todesstrafe wegen Übertritts zu einer anderen Religion. Die neuseeländischen Behörden haben den Asylantrag des 40-jährigen Ali Panah abgelehnt.

Panah war vor einigen Jahren in Südkorea zum Christentum übergetreten. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe "Global Peace and Justice" in Auckland wurde das Video, das er seiner Mutter von der Taufe schickte, in Iran abgefangen. Panah sei in Abwesenheit wegen Verlassens der islamischen Glaubensgemeinschaft zum Tode verurteilt worden. Er beantragte 2002 in Neuseeland Asyl.

Die neuseeländischen Behörden lehnten den Antrag ab und nahmen Panah in Abschiebehaft. Der Mann weigert sich aber, mit seiner Unterschrift einen iranischen Pass zu beantragen. Ohne Pass akzeptiert Iran die Rückkehr nicht.

asc/dpa

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland

© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP