Wellington - Amnesty International hat auf den Fall hingewiesen, andere Menschenrechtsorganisationen schlugen Alarm. Nun appellierte das Oberhaupt der anglikanischen Kirche an die Regierung in Wellington, den Fall neu zu prüfen. Der gebürtige Muslim fürchtet in Iran die Todesstrafe wegen Übertritts zu einer anderen Religion. Die neuseeländischen Behörden haben den Asylantrag des 40-jährigen Ali Panah abgelehnt.
Panah war vor einigen Jahren in Südkorea zum Christentum übergetreten. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe "Global Peace and Justice" in Auckland wurde das Video, das er seiner Mutter von der Taufe schickte, in Iran abgefangen. Panah sei in Abwesenheit wegen Verlassens der islamischen Glaubensgemeinschaft zum Tode verurteilt worden. Er beantragte 2002 in Neuseeland Asyl.
Die neuseeländischen Behörden lehnten den Antrag ab und nahmen Panah in Abschiebehaft. Der Mann weigert sich aber, mit seiner Unterschrift einen iranischen Pass zu beantragen. Ohne Pass akzeptiert Iran die Rückkehr nicht.
asc/dpa
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