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14.09.2007
 

Drohungen gegen Deutschland

Terrorverdächtiger in Kanada festgenommen

Fahndungserfolg in Kanada: Die Polizei hat einen Verdächtigen in Gewahrsam genommen, der Kontakt zu den kürzlich in Österreich festgesetzten Islamisten gehabt haben soll. Dem Mann wird Verschwörung vorgeworfen.

Montreal - Der 35-jährige Said N. wurde am Mittwoch im Zuge gemeinsamer Ermittlungen mit der österreichischen Polizei in Gewahrsam genommen, teilte die kanadische Bundespolizei jetzt mit. Es gebe einen Zusammenhang mit den drei vorgestern in Österreich wegen Terrorvorwürfen festgenommenen Islamisten. Der Mann afrikanischer Herkunft habe mit ihnen Kontakt gehabt, über das Internet kommuniziert.

Said N. wird der Verschwörung beschuldigt. Sein Ziel sei es gewesen, einen Sprengsatz zu liefern oder außerhalb Kanadas zu zünden, zitiert die Nachrichtenagentur AFP die Polizei. Für Kanada bestand demnach keine direkte Bedrohung.

Der Mann hat sich in Madkinongé in der ostkanadischen Provinz Quebec aufgehalten. Der Festgenommene sollte noch heute einem Richter vorgeführt werden. Medienberichten zufolge soll er im Internet mit Anschlägen in Deutschland und Österreich gedroht haben, wenn die Länder nicht ihre Truppen aus Afghanistan abzögen.

Die in Österreich festgenommenen Islamisten hatten Kontakt zum Terrornetzwerk al-Qaida. Die beiden 20 und 26 Jahre alten Männer sowie die 21-jährige Frau sollen den Ermittlern zufolge im März in einem Video Deutschland und Österreich mit Anschlägen gedroht haben, wenn die Länder ihr Afghanistan-Engagement fortsetzten.

Mit den drei ersten in Festnahmen in Österreich ist der Polizei nach Informationen von SPIEGEL ONLINE vermutlich ein entscheidender Schlag gegen ein Netzwerk selbst-rekrutierter Terrorpropagandisten im Dienste von al-Qaida und Co. gelungen. Denn das Drohvideo erschien auf der Webseite der "Globalen Islamischen Medienfront"(GIMF) - und alles deutete darauf hin, dass die GIMFler identisch sind mit den Videoproduzenten. Noch am Tag der Veröffentlichung der Anschlagsdrohung schrieb ein anonymes GIMF-Mitglied in einer Mail an SPIEGEL ONLINE: "Ja. Nachricht stammt von der GIMF".

In Deutschland waren vor knapp zwei Wochen ebenfalls drei Terrorverdächtige festgenommen worden. Nach Angaben der Ermittler planten sie verheerende Anschläge in Deutschland, denen viele Menschen zum Opfer fallen sollten.

flo/AFP/rts

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