Wien - Die österreichische Polizei hat heute einen Mann festgenommen, der kurz zuvor mit Handgranaten bewaffnet die US-Botschaft in Wien betreten wollte. Der mit den Sprengkörpern gefüllte Rucksack habe bei der Eingangskontrolle den Alarm der Metalldetektoren ausgelöst, sagte eine Polizeisprecherin.
Der Bosnier habe versucht zu fliehen, sei aber festgenommen worden, hieß es weiter. Auf der Flucht habe seine Tasche im Bezirk Alsergrund fallen gelassen. In dem Rucksack fanden die Beamten Handgranaten sowie islamische Literatur, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung die Polizei.
Zudem sei die Tasche mit Nägeln gefüllt gewesen. Eine Explosion hätte eine enorme Streukraft gehabt, meldete APA unter Berufung auf das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Der 42-jährige Mann habe bei seiner Vernehmung "verwirrte Angaben" gemacht und spreche nur gebrochen deutsch.
Verletzt wurde niemand. Die Umgebung der US-Botschaft wurde großräumig abgeriegelt.
Mitte September waren in Wien drei mutmaßliche Anhänger des internationalen Terrornetzwerkes al-Qaida festgenommen worden, einer der Verdächtigen wurde mittlerweile wieder freigelassen. Die beiden Inhaftierten sollen ein Drohvideo gegen Deutschland und Österreich für die radikalen Islamisten produziert haben.
phw/Reuters/AP/dpa/AFP
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