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02.10.2007
 

Burma

Uno-Gesandter trifft Juntachef

Er hat lange warten müssen: Nach drei Tagen hat der Chef der Militärjunta in Burma doch noch den Uno-Sondergesandten Gambari empfangen. Das ist jedoch kein Zeichen dafür, dass sich das Regime dem internationalen Druck nach dem Aufstand der Mönche beugt.

Rangun/Bangkok - Das Treffen fand am neuen Regierungssitz Naypyidaw statt und dauerte rund eine Stunde, wie ein Vertreter des Informationsministeriums mitteilte. Einzelheiten aus seinem Gespräch mit General Than Shwe wurden bisher jedoch nicht bekannt. Ibrahim Gambari wollte die Junta zu einem Dialog mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bewegen. Er war am Sonntag mit der Friedensnobelpreisträgerin zusammengetroffen, die als politische Gefangene seit Jahren unter Hausarrest steht. Inzwischen hat Gambari die Stadt wieder verlassen - zu dem Treffen äußerte er sich nicht.

Ibrahim Gambari: Eine Stunde mit dem General
DPA

Ibrahim Gambari: Eine Stunde mit dem General

Der burmesische Außenminister Nyan Win verurteilte bei der Uno-Vollversammlung in New York "politische Opportunisten" im In- und Ausland, die sein Land vom Weg der Demokratisierung abbringen wollten. Er bezeichnete die von Mönchen angeführten Demonstranten als provozierenden Pöbel, gegen dessen Ausschreitungen das Regime habe einschreiten müssen. Die Sicherheitskräfte hätten äußerste Zurückhaltung geübt und fast einen Monat lang nicht in die Proteste eingegriffen. Schließlich hätten sie handeln müssen, um die Ordnung wiederherzustellen.

Das Militär setzte vergangene Woche zuerst Tränengas und Schlagstöcke gegen Zehntausende friedlicher Demonstranten ein und feuerte dann Schüsse. Nach Junta-Angaben kamen zehn Menschen ums Leben. Der australische Außenminister sprach dagegen von 30 Toten und 1400 Festgenommenen.

ler/dpa/AP

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