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03.10.2007
 

US-Vorwahlkampf

Obama will atomwaffenfreie Welt

Ungewöhnlicher Vorstoß im US-Vorwahlkampf: Präsidentschaftskandidat Obama will nach einem Wahlsieg für ein weltweites Verbot von Nuklearwaffen kämpfen. Man müsse "die Mentalität des Kalten Krieges" überwinden.

Chicago - Die USA sind die größte Atommacht der Welt. Trotzdem gibt der demokratische Präsidentschaftskandidat Barak Obama ein besonderes Wahlversprechen ab: Bei einem Sieg will er sich für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen. Die aktuelle US-Nuklearpolitik sei in der "Mentalität des Kalten Krieges gefangen". Deshalb seien neue Denkansätze nötig, sagte Obama gestern vor Studenten.

Kandidat Barak Obama: "Wir müssen mit anderen Staaten zusammenarbeiten"
AP

Kandidat Barak Obama: "Wir müssen mit anderen Staaten zusammenarbeiten"

Der Senator von Illinois machte allerdings deutlich, dass er keine einseitige Abrüstung anstrebe. Vielmehr wolle er mit Russland zusammenarbeiten. Außerdem setze er sich für einen Stopp der Produktion von spaltbarem Material für Atomwaffen ein.

"Wir müssen mit anderen Staaten zusammenarbeiten, um Atomwaffen abzubauen und Nuklearmaterial zu kontrollieren. Als Präsident werde ich sagen: Amerika strebt eine Welt an, in der es keine Nuklearwaffen gibt." Der beste Weg, um die Vereinigten Staaten sicher zu machen, sei nicht, Terroristen mit Atomwaffen zu bedrohen, sondern dafür zu sorgen, dass Nuklearmaterial nicht in die Hände von Terroristen gelangt.

Die republikanische Partei kritisierte Obamas Vorstoß. Er gefährde die nationale Sicherheit. Außerdem zeige der Kandidat damit, wie sehr er die Ränder seiner Partei bedienen möchte. Mindestens zwei frühere Außenminister der Republikaner unterstützen dagegen Obamas Konzept: Henry Kissinger und George Shultz.

Obama sprach sich zudem für ein Ende des Irak-Kriegs aus. Es bestehe kein Zweifel daran, dass er den Krieg beenden werde, sagte er. Nach einem Truppenabzug aus dem Irak sollten nur noch Soldaten zum Schutz von Diplomaten und US-Sicherheitskräften sowie für Anti-Terror-Einsätze in dem Land stationiert bleiben.

Obama liegt derzeit in Umfragen hinter seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton. Gerade in der Außenpolitik versucht er, sich von seiner wichtigsten Konkurrentin abzugrenzen.

wal/Reuters

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insgesamt 20 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
04.10.2007 von Steve Holmes: heute nicht mehr nötig

Das hat auch niemand behauptet. Es ist auch nicht Gegenstand dieser Diskussion. Hier geht es um die Ankündigung eines amerikanischen Präsidentschaftskandidaten auf Atomwaffen verzichten zu wollen. Das Währe in Wahrheit gar [...] mehr...

04.10.2007 von emma: Happyend

Ich empfinde es unter den aktuellen Gegebenheiten schon als großartig und sehr mutig, dass jemand Atomwaffen überhaupt zum Diskussionsgegenstand macht und zur Disposition stellt. Natürlich erwarte ich keine schnellen Wunder - [...] mehr...

04.10.2007 von jerus: .

gefällt mir sehr gut! aber zum thema... -lobenswerte aussage. ja, auch ich bin mir bewusst, dass vermutlich keiner von uns das ganze erleben wird, aber er hat auch nicht gesagt:"wenn ich präsident bin, wird es keine [...] mehr...

03.10.2007 von Hallenbad-Pirat: Heile Welt.? Na klar.

Terroristen, die Massenmorde anstreben, sind nicht zu den zivilisierten Wesen zu rechnen. Zum Beispiel. Nach alldem, was vorgefallen ist, kann man nur noch mit Naivität oder viel Sinn für Humor ein solches Szenario für [...] mehr...

03.10.2007 von emma: @Steve Homes

Ihre Argumentation ist mir zwar absolut nachvollziehbar, aber mir selbst gefällt mehr das gradlinig-aufrichtige als das sich windende, verdrehte, mit der Wahrheit spielende. Und in demokratischen Staaten gibt es eine Option für [...] mehr...

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