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04.10.2007
 

Burma

Militärjunta nimmt Journalisten ins Visier

Das Militärregime in Burma geht gnadenlos gegen Demonstranten vor. Menschen, die Fotos der Proteste ins Ausland schickten, werden verhaftet. Auch Journalisten werden im staatlichen Rundfunk bedroht.

Rangun – Missliebige Journalisten werden derzeit im staatlichen Rundfunk als "Volksschädlinge" und "Saboteure" beschimpft und bedroht. Mehrere einheimische Journalisten wurden nach Agenturangaben auch bereits festgenommen.

Burmas Junta: Druck auf Journalisten
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AP

Burmas Junta: Druck auf Journalisten

Sicherheitskräfte gingen in der vergangenen Nacht in der Hafenstadt Rangun erneut massiv gegen Sympathisanten der Mönchs-Proteste vor. Dutzende von ihnen wurden festgenommen. Soldaten und Polizisten durchsuchten nach Angaben von Anwohnern Häuser in den Vierteln um die Shwedagon-Pagode, dem wichtigsten buddhistischen Heiligtum des Landes. Es handele sich demnach um gezielte Zugriffe. "Ihr Verbrechen ist, dass sie geklatscht und die Mönche angefeuert haben", sagte ein Augenzeuge.

Es sei unklar, wie viele Festnahmen genau es gegeben habe, sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur AFP: "Aber keiner der Verkäufer, die sonst an der Shwedagon-Pagode stehen, ist heute zu sehen", sagte er.

Verschwunden sind nach Angaben von Einwohnern auch Leute, die vergangene Woche Fotos machten und ins Ausland schickten. Wo die Menschen festgehalten werden, weiß niemand. Das Rote Kreuz hat seit Monaten keinen Zugang mehr zu Burmas notorisch brutalen Gefängnissen.

Auch eine Uno-Mitarbeiterin wurde festgenommen. Die 38-jährige Mynt Ngwe Mon sei zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Schwager verhaftet worden, sagte ein Uno-Vertreter, der nicht genannt werden wollte, am Mittwoch. Zudem sei ihr Fahrer in Gewahrsam genommen worden, hieß es weiter. Eine Sprecherin des Uno-Entwicklungsprogramms UNDP sagte, die Agentur sei besorgt. Weitere Angaben lehnte sie unter Bezug auf die heikle Situation ab.

Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte an, in Bezug auf die Festnahme der Mitarbeiterin alles zu tun, was er könne. Die Vereinten Nationen erhoben Einspruch und wiesen die Militärregierung darauf hin, dass die Festgenommene krank sei und Medikamente brauche.

Die Ehefrau von US-Präsident George W. Bush, Laura, forderte Burmas Militärjunta derweil auf, den Weg für einen friedlichen Übergang des Landes zur Demokratie freizumachen: "Die USA denken, dass es Zeit für General Than Shwe und die Junta ist, beiseite zu treten und den Weg für ein vereintes Burma zu bereiten, das von rechtmäßigen Führern regiert wird", erklärte sie in einer Stellungnahme an den Außenausschuss des US-Senats.

als/dpa/ddp/AP

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