Islamabad - Bei schweren Kämpfen im Nordwesten Pakistans sind nach Militärangaben seit Sonntag fast 200 radikalislamische Extremisten und mindestens 45 Soldaten getötet worden. Auch etwa 50 Zivilisten kamen nach Medienberichten bei den Gefechten im halbautonomen Stammesgebiet Nord-Waziristan ums Leben. Die Armee machte dazu keine Angaben. Über einen möglicherweise ausgehandelten Waffenstillstand gab es widersprüchliche Angaben.
Die Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Rückzugsraum für Taliban-Kämpfer und al-Qaida-Terroristen. Nach der Erstürmung der Roten Moschee im Juli in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben die blutige Auseinandersetzungen zwischen Extremisten und Sicherheitskräften in der Region stark zugenommen.
Mehrere hundert Pakistaner flohen heute aus dem Gebiet. Wie Anwohner berichteten, verließen in Mir Ali, der zweitgrößten Stadt der Provinz Nord-Waziristan, die meisten Menschen ihre Häuser und flüchteten in Nachbarorte. Mehr als 50 Häuser seien bei den Kämpfen beschädigt worden. Pakistanische Truppen sperrten den Angaben zufolge die Stadt ab, über der Hubschrauber kreisten.
phw/AFP/dpa
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