San Francisco - Der Kommandeur des Bataillons und ein Soldat sind die ersten, die in dem Fall vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Oberstleutnant Jeffrey Chessani befehligte die Marines-Einheit in Haditha zum Zeitpunkt des Übergriffs im November 2005. Ihm wird Versagen bei der Untersuchung der Todesfälle vorgeworfen, teilte der US-Truppenstützpunkt Camp Pendleton am Freitag mit. Er soll in seinen Berichten den Tathergang nicht exakt wiedergegeben und ihn anschließend auch nicht untersucht haben. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.
Soldat Stephen Tatum: Mordanklage fallen gelassen
Der Vorfall hatte im November 2005 weltweit für Entsetzen gesorgt und das Ansehen der US-Streitkräfte beschädigt. Irakische Augenzeugen berichteten, die 24 unbewaffneten Männer, Frauen und Kinder seien von den US-Soldaten aus Rache für den Tod eines Kameraden erschossen worden.
Die Verteidigung hat jeglichen Mordvorwurf zurückgewiesen. Im Lauf der sich hinziehenden Verhandlungen waren einige der Beschuldigungen gegen die beteiligten US-Streitkräfte fallengelassen worden.
ler/Reuters/AFP
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