9. März 2007: Musharraf suspendiert den Obersten Richter Iftikhar Chaudhry wegen angeblichen Fehlverhaltens. Aus Protest gehen die Anwälte in dem Land in Massen auf die Straßen; Musharrafs Popularitätswerte sinken deutlich, während die Demokratiebewegung erstarkt.
10. Juli: Nach einwöchiger Belagerung der Roten Moschee in Islamabad durch Islamisten gibt Musharraf den Truppen den Befehl, das Gebäude zu stürmen. Mindestens 105 Menschen sterben bei dem Einsatz. Es folgt eine ganze Reihe von Anschlägen und Selbstmordattentaten durch Extremisten.
20. Juli: Das Verfassungsgericht setzt Chaudhry wieder ein und widersetzt sich damit offen Musharraf, dessen Autorität ohnehin beschädigt ist.
27. Juli: Musharraf trifft die frühere Ministerpräsidentin Benazir Bhutto in Abu Dhabi, um darüber zu beraten, wie das Land in Richtung Demokratie unter einem zivilen Staatsoberhaupt geführt werden kann. Bhutto stellt Bedingungen. Dazu zählt auch, dass Musharraf als Armeechef zurücktritt. Die Gespräche enden ohne Ergebnis.
10. September: Nawaz Sharif, der von Musharraf gestürzte frühere Regierungschef, kehrt nach mehreren Jahren im Exil zurück, wird aber am Flughafen in Islamabad festgenommen und wenig später nach Saudi-Arabien abgeschoben. Das Oberste Gericht hatte seine Rückkehr für rechtmäßig erklärt.
2. Oktober: Musharraf stellt einen Nachfolger als Armeechef in Aussicht - das bislang deutlichste Zeichen dafür, dass er es ernst meint, diesen Posten abzutreten. Zugleich lässt die Regierung die Korruptionsvorwürfe gegen Bhutto fallen und macht damit den Weg für ihre Rückkehr frei.
6. Oktober: Musharraf wird vom Parlament als Präsident wiedergewählt. Er ist dabei noch Armeechef.
19. Oktober: Etwa 139 Menschen werden getötet, als in Karatschi ein Selbstmordanschlag auf Bhutto verübt wird, den sie selbst aber überlebt. Es ist einer der schlimmsten Anschläge in der Geschichte des Landes.
2. November: Das Verfassungsgericht kündigt an, das Verfahren über die Rechtmäßigkeit der Wiederwahl von Musharraf zu beschleunigen. Im Kern geht es um die Frage, ob die Wiederwahl im Oktober zulässig war, obwohl Musharraf noch das Amt des Armeechefs bekleidet hat. Seine erste Amtszeit endet planmäßig eigentlich am 15. November.
3. November: Musharraf ruft den Ausnahmezustand aus, legt die Verfassung auf Eis und entbindet Chaudhry von seinen Pflichten. Bhutto befindet sich nach Angaben ihres Ehemannes auf dem Rückweg nach Pakistan von Dubai aus.
(zusammengestellt von Reuters)
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