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29.11.2007
 

Philippinen

Militär stürmt Hotel - rebellierende Offiziere geben auf

Der Putschversuch ist gescheitert: Philippinische Spezialkräfte haben in Manila ein Luxushotel gestürmt, in dem sich 50 rebellierende Soldaten verschanzt hatten. Die Meuterer gaben auf.

Manila - Die Ereignisse in Manila überschlagen sich: Ein Spezialeinheit hat ein Luxushotel im Börsenviertel der philippinischen Hauptstadt gestürmt. Dort hatten sich seit Stunden rund 50 rebellierende Soldaten verschanzt und den Rücktritt von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo verlangt. Sie werfen Präsidentin Korruption und Wahlbetrug vor.

Mit Gasmasken ausgerüstete Sondereinsatzkräfte marschierten vor dem Gebäude auf, nachdem ein Ultimatum der Polizei an die Soldaten verstrichen war. Schließlich brachen Einsatzkräfte den Haupteingang auf, feuerten Tränengas in die Eingangshalle. Daraufhin gaben die Anführer der Rebellen auf. Der Anführer Antonio Trillanes sagte, er könne kein Blutvergießen verantworten.

Trillanes ist bereits wegen eines Umsturzversuches aus dem Jahre 2003 angeklagt. Er musste deshalb heute vor Gericht erscheinen. Doch der Mann nutzte die Verhandlung, um sich mit rund 30 Sympathisanten abzusetzen. Die Militärpolizisten, die ihn eigentlich bewachen sollten, waren offenbar zu ihm übergelaufen und schlossen sich der Meuterei an.

Präsidentin Arroyo hatte das Kabinett zu einer Krisensitzung zusammengerufen. Die Präsidentengarde, die für den Schutz des Präsidentenpalastes zuständig ist, wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Verteidigungsminister Gilbert Teodoro erklärte, er habe die Festnahme der Offiziere angeordnet.

"Die Leute haben genug", hatte einer der Anführer den Putschversuch begründet. "Wir rufen die Menschen auf, sich uns anzuschließen." Einer seiner Mitstreiter, General Danilo Lim, verlas eine Erklärung, in der die Gruppe Arroyo ihre Unterstützung entzieht. Die Regierung kämpft seit Monaten gegen Korruptionsvorwürfe. Nach den letzten Wahlen hielten sich hartnäckige Vorwürfe eines Wahlbetrugs, die aber nie nachgewiesen wurden.

anr/Reuters/dpa/AP

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