Paris - Bei der Toten handelt es sich Polizeiangaben zufolge um die Sekretärin eines Anwalts. Zwei der fünf Verwundeten hätten schwere Verletzungen erlitten, als der Sprengsatz im achten Arrondissement explodiert sei, hieß es.
Die Bombe ging demnach in einem Gebäude auf dem Boulevard Malesherbes hoch. Entgegen ersten Berichten explodierte sie nicht in der Kanzlei im ersten Stock, in der Staatschef Nicolas Sarkozy früher als Anwalt arbeitete, sondern in der vierten Etage. Das Paket war an eine Anwältin adressiert.
Im selben Haus hat auch die Stiftung zum Gedenken an den Holocaust ihren Sitz.
Von Ermittlern verlautete, ein Rechtsanwalt und seine Sekretärin hätten schwere Verletzungen erlitten. Ob sich hinter dem Anschlag ein politisches Motiv verbirgt, ist noch unklar.
Nach Angaben des französischen Fernsehsenders LC1 gab es einen zweiten Sprengsatz, der von Einsatzkräften entschärft wurde.
Innenministerin Michèle Alliot-Marie verurteilte "die feige Tat" und brach einen Besuch in Brüssel ab, um sich zum Ort des Anschlags zu begeben. "Jemand kam ins Büro und gab ein Paket ab", sagte der Anwalt Christian Charriere-Bournazel. "Die Sekretärin öffnete es, der Sprengsatz explodierte und tötete sie."
ler/hen/dpa/AP
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