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20.12.2007
 

Afghanistan

Bush fürchtet Kriegsmüdigkeit der Verbündeten

US-Präsident Bush ist unzufrieden mit der Lage in Afghanistan und im Irak. In seiner letzten Pressekonferenz des Jahres geißelte er die Verbündeten im Kampf gegen die Taliban und die Regierung in Bagdad.

Washington - George Bush hat sich enttäuscht über den politischen Fortschritt im Irak geäußert. In seiner letzten Pressekonferenz des Jahres mahnte er weitere Gesetzesreformen an. "Sind wir zufrieden mit dem Fortschritt dort? Nein", sagte Bush in Washington. Der Irak habe noch viel Arbeit vor sich. Der US-Präsident forderte neue Gesetze, welche die Verteilung der Einnahmen aus dem Ölgeschäft sowie die Integration früherer Mitglieder der Baath-Partei von Saddam Hussein regeln sollten.

Unzufrieden: George W. Bush
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REUTERS

Unzufrieden: George W. Bush

Laut einem Anfang der Woche vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichten Bericht ist die Zahl der Anschläge im Irak seit März 2007 um 62 Prozent gesunken; diese Tendenz könne zu einer "dauerhaften Stabilität" im Land führen. Das US-Militär nennt den im August geschlossenen Waffenstillstand mit der schiitischen Mehdi-Miliz sowie die Unterstützung sunnitischer Stämme im Kampf gegen das Terrornetzwerk al-Qaida als Gründe für diese Entwicklung.

Bush äußerte sich zudem besorgt über Kriegsmüdigkeit der Verbündeten in Afghanistan. "Meine größte Sorge ist, dass die Leute sagen: "Nun, wir sind Afghanistan jetzt irgendwie müde geworden. Wir meinen, dass wir abziehen sollen." Man brauche aber einige Zeit "bis dieses demokratische Experiment in Afghanistan funktioniert", sagte er weiter.

Die USA hatten sich bereits in der Vergangenheit über mangelndes Engagement der Nato-Partner in Afghanistan beklagt. Neben deutschen und britischen Truppen sind unter anderem Truppen aus Australien, Kanada und Dänemark in Afghanistan stationiert.

ler/AFP/dpa

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