Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



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25.01.2008
 

US-Präsidentschaftswahlen

"New York Times" für Clinton und McCain als Kandidaten

Die "New York Times" hat im Kampf um die Kür der US-Präsidentschaftskandidaten Partei genommen: Die Zeitung plädiert für die Demokratin Clinton und den Republikaner McCain als Spitzenkandidaten. Die Begründung für Clinton gleicht einer Lobeshymne - die für McCain einer Notentscheidung.

Washington - "Wir sind zutiefst beeindruckt von der Tiefe ihres Wissens, der Kraft ihres Intellekts und der Breite ihrer Erfahrung", heißt es in einer Empfehlung in der Freitagausgabe der Zeitung über die ehemalige First Lady und jetzige New Yorker Senatorin. Sie habe zugleich die Bereitschaft zum "Lernen und Ändern" gezeigt.

Das Blatt äußert sich auch positiv über Clintons Hauptkonkurrenten Barack Obama. Dass der Senatorin der Vorzug gegeben werde, heiße nicht, dass seine "Anziehungskraft oder seine Begabungen" nicht anerkannt würden. Es bedürfe aber detaillierterer Informationen darüber, wie der schwarze Senator regieren würde. Angesichts der großen Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert sei, müsse der nächste Präsident in der Lage sein, die Probleme sofort anzugehen. "Frau Clinton ist, zum jetzigen Zeitpunkt, besser qualifiziert, Präsident zu sein." Es sei daher wünschenswert, dass die New Yorker Senatorin die entscheidenden Vorwahlen am 5. Februar, dem "Super Tuesday", für die Demokraten gewinne.

Zu McCain fällt das Urteil weniger glänzend aus. "Wir haben starke Meinungsunterschiede zu allen Republikanern, die sich um die Präsidentschaft bewerben", heißt es. Aber McCain sei von allem die beste Wahl. Der Senator aus Arizona sei der einzige Republikaner, der ein Ende des Stils des derzeitigen Präsidenten George W. Bush verspreche, der "aus einer kleinen zornigen Randgruppe heraus und in ihrem Namen" regiere. Mit seiner Bereitschaft zu Kompromissen mit politischen Gegnern bei der Gesetzgebungsarbeit, die er in der Vergangenheit gezeigt habe, biete McCain einem breiteren Spektrum von Amerikanern eine Alternative als der Rest des republikanischen Bewerberfeldes.

Geradezu vernichtend ist die Kritik der Zeitung an McCains Mitbewerber Rudy Giuliani, dem früheren New Yorker Bürgermeister. Der "wirkliche" Giuliani, so heißt es, sei ein "engstirniger, besessen geheimnistuerischer, rachsüchtiger Mann, der keine Notwendigkeit sah, die Macht der Polizei (in New York) zu begrenzen". Weiter wird dem Republikaner "atemberaubende" Arroganz und schlechtes Urteilsvermögen vorgeworfen. Zudem habe Guiliani schamlos Kapital aus dem Schrecken des 11. September gezogen, den "Albtraum" zu lukrativen Privatgeschäften und zur Förderung seines Präsidentschaftswahlkampfes ausgenutzt.

Am "Super Tuesday" werden in 22 Bundesstaaten Vorwahlen abgehalten. Dann könnte die endgültige Entscheidung fallen, welcher Kandidat für die Demokraten und die Republikaner in die Wahl zieht. Die eigentliche Abstimmung über den künftigen US-Präsidenten findet im November statt. Amtsinhaber George W. Bush darf nicht mehr antreten.

ler/dpa/Reuters

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