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26.02.2008
 

Pannen, Pöbeln, Peinlichkeiten

Die wundersame Welt des Sarkozy

4. Teil: Schluckauf in Heiligendamm

Sarkozy und seine damalige Frau Cécilia in Heiligendamm: "Sein Zustand war ganz offensichtlich nicht normal"
AFP

Sarkozy und seine damalige Frau Cécilia in Heiligendamm: "Sein Zustand war ganz offensichtlich nicht normal"

Außer Atem, Schluckauf und eine bizarre Mimik: War Frankreichs Präsident Sarkozy, strikter Anti-Alkoholiker, auf dem G-8-Gipfel nach einem Treffen mit Kreml-Chef Putin betrunken? In Frankreich wurde die Frage im vergangenen Juni heftig diskutiert, wenn auch hinter vorgehaltener Hand. Anlass war ein Video von einer Pressekonferenz, die Sarkozy in Heiligendamm nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin gab. Außer Atem, mit Schluckauf und einer ans Bizarre grenzenden Mimik trat Sarkozy eine halbe Stunde später als angekündigt vor die Kameras. "Ich bitte Sie um Verzeihung für die Verspätung, sie ist dem langen Gespräch mit Herrn Putin geschuldet", sagte er. Dann wechselte sein Gesichtsausdruck mehrfach zwischen breitem Grinsen und angestrengter Konzentration, als habe er Schwierigkeiten, die Fragen zu verstehen.

"Sein Zustand war ganz offensichtlich nicht normal, aber er trinkt doch nie", sagte einer seiner ständigen Medienbegleiter danach erstaunt. Der belgische Sender RTBF strahlte den Beginn der Konferenz mit dem einleitenden Kommentar aus, Sarkozy und Putin hätten "offenkundig nicht nur Wasser getrunken". Videos der Sendung tauchten dann bei YouTube und anderen Internetplattformen auf. In wenigen Tagen wurden sie von mehr als eine Million Mal angeklickt. Die Titel der Kurzfilme: "Sarkozy betrunken bei G8" oder "Vodka Sarkoff". Der Elysée-Palast lehnte eine Stellungnahme zu dem Video kategorisch ab. "Wir äußern uns aus Gewohnheit nicht zu schlechten Scherzen", sagte Sarkozy-Sprecher David Martinon. Der belgische TV-Moderator Eric Boever sah sich zu einer Entschuldigung genötigt, die er der französischen Botschaft in Brüssel übermittelte.

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