Dieser Beitrag ist Teil einer Themenseite. Alle Artikel und Hintergründe
Des Moines - Republikaner-Attacke gegen Barack Obama. Sollte der Senator aus Chicago US-Präsident werden, würden islamische Terroristen "vor Freude tanzen", kündigte der Kongressabgeordnete Steve King an. Er bezog sich bei seiner Vorhersage auf das Wahlkampfversprechen Obamas, die US-Truppen zügig aus dem Irak abzuziehen, auf Obamas Mittelnamen Hussein und auf den kenianischen Vater des Senators.
"Die radikalen Islamisten, die al-Qaida, würden in größerer Zahl auf den Straßen tanzen, als sie dies am 11. September 2001 getan haben, denn sie würden sich zu den Siegern in diesem Krieg gegen den Terror erklären", prophezeite King die Folgen eines Wahlsiegs von Barack Obama bei der US-Präsidentschaftswahl.
Im Interview mit der Zeitung "Daily Reporter" sagt der Abgeordnete aus Iowa über Obama weiter: "Sein Mittelname zählt doch. Er zählt, weil man eine Bedeutung hineinliest."
Ein Sprecher Obamas erklärte, derartige Kommentare "haben keinen Platz in unserer Politik". Der demokratische Präsidentschaftsbewerber hat im Wahlkampf mehrfach betont, dass er kein Muslim sei sondern ein "engagierter Christ". Seinen Mittelnamen Hussein vermeidet er.
tno/AP
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH