Den Haag - Der noch nicht veröffentlichte Film Geert Wilders' sorgt seit Monaten für Aufregung in den Niederlanden. Wilders, der einer Anti-Einwanderungsgruppe im Parlament vorsteht, will den 15 Minuten langen Film am 31. März vorstellen, und darin den Koran als "faschistisches Buch" entlarven.
Jetzt demonstrierten in Amsterdam nach Polizeiangaben zwischen 2000 und 3000 Menschen gegen den Politiker und Filmemacher. Auf Transparenten und in Redebeiträgen warnten sie vor Diskriminierung und Rassismus. "Die Regierung könnte wirklich etwas tun. Es liegt im Interesse des Landes - stoppt ihn, stoppt ihn", rief ein Demonstrant. Ein anderer trug ein Schild mit der Aufschrift "Schluss mit der rechtspopulistischen Hexenjagd".
Wegen seiner häufigen provozierenden und beleidigenden Äußerungen über den islamischen Glauben werden scharfe Reaktionen aus islamischen Ländern und Vergeltungstaten gegen Wilders befürchtet.
In einem Beitrag für die Zeitung "De Volkskrant" erklärte der Politiker und Filmemacher, der Film - dessen Inhalt noch niemand kennt - sei eine "letzte Warnung" vor dem Islam. Der Islam sei keine Religion, sondern verfolge weltliche Ziele wie "Weltbeherrschung", "heiliger Krieg", "Unterdrückung der Ungläubigen". Er sei mit westlichem Verständnis nicht zu begreifen. "Wenn wir das nicht erkennen, erwartet uns eine düstere Zukunft", schrieb Wilders.
asc/dpa/AP
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