Kairo - Die Sonder-Ausgabe mit dem Titel "Allah im Abendland - Der Islam und die Deutschen" zeige Bilder und präsentiere Textpassagen, die den islamischen Propheten beleidigten - dies erklärte Informationsminister Anas el-Feki nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Mena. Die ägyptische Regierung habe deshalb die SPIEGEL-Sonderausgabe wegen Beleidigung des Islams und des Propheten Mohammed konfiszieren lassen.
"Wir sind für die Pressefreiheit, aber wir können nicht zulassen, dass Religionen beleidigt werden", zitierte die Agentur den Minister am Dienstag weiter. In dem Bericht wurde unter anderem auf Äußerungen eines deutschen Orientwissenschaftlers verwiesen, der in dem Heft erklärt habe, der Islam rufe zu Gewalt und Terrorismus auf. Außerdem werde der Islam in dem Magazin als Ableger des Christentums dargestellt.
Ägypten hat wiederholt empfindlich auf angebliche Beleidigungen des Islams reagiert. So verbot die Regierung in Kairo im Februar Ausgaben von vier westlichen Zeitungen, in denen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt worden waren.
flo/Reuters
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