Dubai - Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter plant dem Bericht des arabischen Nachrichtensenders zufolge, den Chef der international boykottierten Hamas-Bewegung, Chalid Maschaal, in der syrischen Hauptstadt Damaskus zu treffen. Wie der Sender weiter berichtet, nähmen an der Zusammenkunft möglicherweise auch der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan und der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela teil.
Hochrangige Vertreter der radikalen Palästinenser-Bewegung hätten das Treffen bestätigt, das in Atlanta ansässige Carter Center dagegen nicht. Eine Sprecherin bestätigte lediglich die Reisepläne Carters in die Region Ende nächster Woche
Die Nachrichtenagentur AP meldete unter Berufung auf einen hochrangigen Hamas-Vertreter in Syrien, ein Gesandter Carters habe in Damaskus um das Treffen mit Maschaal gebeten. Der Chef der radikalen Bewegung habe das Anliegen begrüßt, das Gespräch sei nun für den 18. April terminiert. Es wäre das erste öffentliche Treffen eines prominenten US-Vertreters mit einem Hamas-Offiziellen seit zwei Jahren. 2006 war Bürgerrechtler Jesse Jackson in Syrien mit Meschaal zusammengekommen.
Die Vereinten Nationen, die USA, die Europäische Union und Russland boykottieren die Hamas als Terrorgruppe, weil sie sich eine Zerstörung Israels zum Ziel gesetzt hat und Verhandlungen über einen Kompromiss im Nahostkonflikt ablehnt.
Die Bewegung hat im Sommer die Kontrolle über den Gazastreifen an sich gerissen. Das Westjordanland wird von der gemäßigten und gesprächsbereiten Fatah unter Führung von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas regiert. Der 83-jährige Carter war von 1977 bis 1981 US-Präsident und vermittelte damals den Frieden zwischen Ägypten und Israel. Er erhielt 2002 den Friedensnobelpreis.
phw/AP/Reuters
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