Bagdad/Washington - Die Erklärungen aus Bagdad sind deutlich: Der irakische Regierungssprecher Ali al-Dabbagh sagte nach einem Bericht der US-Zeitung "Washington Post", während der am 25. März begonnenen Offensive in der südirakischen Stadt Basra seien Waffen aus iranischer Produktion gefunden worden. Dafür gebe es konkrete Beweise. Nun müsse die irakische Regierung feststellen, wer die Waffen geschickt hat, sagte der Regierungssprecher.
Die irakische Zeitung "Al-Sabah" berichtete am Montag unter Berufung auf Verteidigungsminister Abd al-Kader al-Obaidi, in Basra sei eine Boden-Boden-Rakete größeren Kalibers gefunden worden. Die Rakete sei im Jahr 2007 hergestellt worden. Eine Boden-Boden-Rakete ist ein Geschoss, das vom Boden auf Bodenziele abgefeuert wird.
Die Vorwürfe Bagdads gegen das Nachbarland beziehen sich auf Grundsätzliches: Dabbagh, dessen Regierung eigentlich gute Beziehungen zu Teheran pflegt, warf der iranischen Führung vor, sie mische sich in die Angelegenheiten der Iraker ein.
Derartige Vorwürfe hatte bisher nur Washington den Iranern gemacht, aber nicht die von Schiiten dominierte irakische Regierung.
anr/dpa
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