Von Erich Follath
Behauptung: Die Chinesen sagen, der Dalai Lama werde von keinem verantwortungsvollen Politiker in der Welt empfangen; Treffen dieser Art würden weniger. Die Tibeter sagen, noch nie hätten so viele Schlange gestanden. Solche Treffen nähmen zu.
In den vergangenen Monaten wurde der 14. Dalai Lama von der deutschen Regierungschefin, dem österreichischen Bundeskanzler, dem Präsidenten der USA und Kanadas Premier empfangen. Übernächste Woche ist in London ein Vieraugengespräch mit dem britischen Premier geplant.
Aber werden Politiker-Tête-à-Têtes mit dem tibetischen Exilführer wirklich häufiger? Im vergangenen Jahr sagte Italiens damaliger Premier Romano Prodi dem Dalai Lama ab, ebenso der Papst und zuvor Regierungsvertreter Belgiens und Kenias. Ein Trend lässt sich schwer erkennen. Chinesen wie Tibeter stellen die Situation verzerrt dar.
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