Von Erich Follath
Behauptung: Die Chinesen sagen, die medizinische Versorgung Tibets habe sich enorm verbessert, die Analphabetenrate sei von früher über 80 Prozent auf unter zehn Prozent gesunken. Die Tibeter sagen, in den meisten Krankenhäusern würden nur Chinesen behandelt, auch mit besserer Ausbildung würden sie von den guten Jobs ausgeschlossen.
Peking hat in Sachen medizinischer Versorgung und Ausbildungschancen Recht. Es gibt nur vereinzelte Hinweise darauf, dass Tibeter in Krankenhäusern abgewiesen werden. Die besseren Hospitäler verlangen allerdings wie überall in China hohe Gebühren.
Auch wenn Geschäftslizenzen für Han-Chinesen leichter zu bekommen sein mögen, kann man doch nicht behaupten, Tibeter würden vom Business ausgeschlossen - unter der Voraussetzung allerdings, dass sie Mandarin sprechen und sich nicht für den Dalai Lama einsetzen.
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