San Francisco - Das Oberste Gericht im größten US-Bundesstaat Kalifornien hat den Weg für Eheschließungen gleichgeschlechtlicher Partner freigemacht. Die Entscheidung fiel mit vier zu drei Stimmen, teilte das Gericht mit. Damit ist Kalifornien neben Massachusetts der zweite US-Bundesstaat, der die Homo-Ehe erlaubt.
Schwulenhochzeit: "Die Fähigkeit, einen Menschen zu lieben, hängt nicht von der sexuellen Orientierung ab"
Die Stadt San Francisco und einige gleichgeschlechtliche Paare waren gegen das bestehende Verbot von Homo-Ehen in Kalifornien vor Gericht gezogen. Bei einem Volksentscheid im Jahr 2000 hatte die Mehrheit der kalifornischen Wähler für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau gestimmt. Aus Sicht der Kläger verstieß dies jedoch gegen die Gleichstellungsgesetze des Staates. Die höchstrichterliche Entscheidung in dem wichtigen Bundesstaat Kalifornien könnte Signalwirkung für den Rest der USA haben.
Das Thema Homo-Ehe zählt zu den am schärfsten diskutierten gesellschaftspolitischen Themen der USA. Die konservative Regierung von US-Präsident George W. Bush lehnt sie entschieden ab. Der Oberste Gerichtshof im Bundesstaat Massachusetts entschied im November 2003, dass die Verweigerung der staatlichen Trauung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskriminierend sei und die Verfassung des Bundesstaates verletze. Massachusetts gab damit als erster US-Bundesstaat grünes Licht für die Homo-Ehe. Einige weitere Staaten lassen inzwischen eingetragene Lebenspartnerschaften zu.
amz/dpa/AP/AFP
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH