Von Marc Pitzke, New York
Im Oktober 2007 weigerte sich Obama öffentlich, als Zeichen seines Patriotismus den für US-Politiker und TV-Moderatoren geradezu obligatorischen Sternenbanner-Anstecker am Revers zu tragen.
Diese seit dem 11. September 2001 gängige Kleiderordnung, sagte er, sei doch nur "ein Ersatz für das, was ich für wahren Patriotismus halte". Er wolle seine Vaterlandsliebe lieber mit Taten und Worten bekunden als mit einem Emaille-Clip: "Ich kümmere mich weniger um das, was du am Revers trägst, als um das, was du im Herzen trägst."
Die Konservativen fanden diese Ausrede nicht sehr elegant. Sie nahmen sie zum Anlass, Obamas Patriotismus zu bezweifeln. Auch die Moderatoren von TV-Debatten piesakten ihn deswegen - selbst diejenigen, die selbst keinen Anstecker trugen. Außerdem wurden alte Fotos herausgekramt, auf denen zu erkennen ist, dass Obama beim Abspielen der Nationalhymne nicht die Hand aufs Herz legt.
Seit Mitte Mai wurde Obama nun mehrfach wieder mit der Mini-Flagge am Revers gesichtet, was erneute Diskussionen auslöste. "Obamas Flaggen-Flip-Flop", witzelte "Time". Obamas Reaktion: "Manchmal trage ich sie, manchmal nicht."
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