Brüssel - Das EU-Parlament wird die deutschen Steuerzahler künftig mehr Geld kosten. Ab der 2009 beginnenden Legislaturperiode werden die Diäten der meisten EU-Parlamentarier aus dem Gemeinschaftshaushalt bezahlt, erläuterte der CSU-Europaabgeordnete Ingo Friedrich am heutigen Donnerstag in Brüssel.
EU-Parlament: Teurer Einheitsbetrag
Ziel der seit 2005 geplanten Diäten-Reform ist eine einheitliche Bezahlung der EU-Parlamentarier, deren Bezüge sich bislang nach den nationalen Regeln ihrer 27 Herkunftsstaaten richten. Die Spanne reicht von weniger als 1000 Euro monatlich in Bulgarien bis knapp 12.000 Euro in Italien. Ab der nächsten Europawahl im Juni 2009 sollen alle EU-Abgeordneten einen Einheitsbetrag von gut 7400 Euro brutto erhalten.
Für die deutschen Europaparlamentarier würde dies nur eine leichte Erhöhung bedeuten: Sie beziehen derzeit 7339 brutto, genau wie die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Allerdings könnte ihnen die Reform eine Steuererleichterung bringen: Auf die EU-Diät soll die sogenannte Gemeinschaftssteuer für EU-Beschäftigte angewandt werden, die bei rund 30 Prozent liegt. Die Mitgliedstaaten können davon abweichend aber auch an der nationalen Besteuerung festhalten.
Deutschland zahlt mehrere Millionen Euro drauf
Den deutschen Steuerzahler wird die Reform mehrere Millionen Euro jährlich kosten. Bislang kommt er nur für die 99 deutschen EU-Abgeordneten auf, deren Diäten brutto insgesamt 8,7 Millionen Euro jährlich kosten - abzüglich Steuern. Künftig dagegen wird Deutschland über den Gemeinschaftshaushalt indirekt ein Fünftel der Bezüge aller EU-Abgeordneten finanzieren müssen.
Das EU-Parlament veranschlagt für die Diäten nach der Reform insgesamt 50 Millionen Euro, wobei diese Summe langfristig steigen dürfte. Denn in Zukunft sollen auch die Pensionen der Europa-Parlamentarier aus dem Gemeinschaftshaushalt finanziert werden. Sie belaufen sich nach dem neuen System auf rund 3000 Euro je Mandatsjahr.
Ein Teil der EU-Parlamentarier werde vorerst allerdings wohl im nationalen Vergütungssystem verbleiben, erklärte der CSU-Abgeordnete Friedrich. Diejenigen Abgeordneten, die dem Parlament heute schon angehören, können im Falle einer Wiederwahl selbst entscheiden, ob sie die neue EU-Diät beziehen oder weiter von ihrem Heimatland bezahlt werden möchten. Attraktiv dürfte dies vor allem für die Italiener sein, deren bisherige Vergütung deutlich über dem geplanten EU-Einheitssatz liegt.
ssu/AP
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Keine schlechte Idee. Die EU ist ja nun wirklich nichts weiteres als eine Sandkastenglobalisierung, mit einem nichtsnutzigen und machtlosen Parlament (das dafür aber an zwei Orten tagen muss) und einer quasi-diktatorischen, [...] mehr...
dem Endsendegesetz? - Da sollten doch Löhne und Bestimmungen des Herkunftlandes gelten, warum nur für Politiker gleicher - hoher - Lohn und nicht bei Putzfrauen? Ein Pack diese Politiker. mehr...
Hallo, ich bin da was sauer auf frau merkel und die CDU/CSU. Kam aus dieser "ecke" nicht immer das D zuviel zahlt und das das geändert werden müsse ?! Jo dann macht mal denn jetzt seit ihr in der position was zu [...] mehr...
Die EU ist im Grundsatz gut und das wir als Deutsche ein bisschen mehr zahlen find ich auch nicht so schlimm, was mich aber stört ist das über die EU viel zu wenig in den Medien berichtet wird obwohl das Thema EU viel wichtiger [...] mehr...
Da reissen sich die Abgeordneten den ganzen Tag den A**** auf, um unser Leben zu verbessern, und ihr gönnt ihnen auch garnix. Ausserdem ist die EU toll, hat nur noch niemand mitbekommen, und das es auch mal der letzte kapiert [...] mehr...
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