Hamburg/Meseberg - Im Streit über das iranische Atomprogramm haben sich US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine diplomatische Lösung eingesetzt. Nach ihren Gesprächen auf Schloss Meseberg am Mittwoch sagte Bush: "Wir ziehen eine diplomatische Lösung vor." Beide drohten allerdings auch mit weiteren Sanktionen, falls die Regierung in Teheran ihr Programm zur Anreicherung atomwaffenfähigen Urans nicht einstellen.
Präsident Bush, Kanzlerin Merkel in Meseberg: Nicht nur einig im Iran-Kurs
Merkel drang auf eine Einbindung Russlands und Chinas in das Sanktionsregime. Die EU könne dann immer noch entscheiden, ob sie etwa im Bankenbereich zusätzliche Maßnahmen gegen Iran verhänge. "Das darf aber nicht dazu führen, dass man auf der großen Bühne des Uno-Sicherheitsrates nachlässt", sagte sie.
Bush betonte: "Wir wollen eine friedliche Lösung." An die Adresse Irans gerichtet, fügte er hinzu: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch." Die Weltgemeinschaft ziehe es vor, "das Problem durch enge Zusammenarbeit zu lösen". Wenn Iran sein Anreicherungsprogramm aussetze, "wird die Isolation ein Ende haben". Das iranische Volk habe etwas besseres verdient, als von der Welt isoliert zu werden.
flo/AP
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