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28.06.2008
 

Datentausch-Abkommen

EU und USA verhandeln Schnüffelpakt

Bankdetails und Reisedaten - solche Daten über EU-Bürger wollen US-Behörden legal abgreifen. Ein entsprechendes Abkommen verhandeln laut "New York Times" EU und USA seit Monaten. Status: "fast abgeschlossen", zitiert die Zeitung aus einem US-Regierungsdokument.

New York - Es geht um sensible Informationen wie Kreditkartenabrechnungen, Reisegeschichte und Internet-Nutzung. Vertreter von EU und US-Regierung verhandeln laut einem Bericht der "New York Times" über ein Abkommen, das klar regelt, welche Details Unternehmen in der EU an US-Behörden weitergeben dürfen, wann sie das müssen und welche Datenschutzstandards gelten.

Die US-Tageszeitung beruft sich auf ein internes Dokument der US-Regierung, das den Stand der Verhandlungen zusammenfasst. Den Bericht sollen Vertreter des US-Justiz- und Heimatschutzministeriums zusammen mit EU-Vertretern verfasst haben. Tenor laut "New York Times": Man habe sich bei entscheidenden Themen geeinigt, strittig seien nur noch wenige Punkte.

Das neue Abkommen soll über die bislang bei der Weitergabe von Passagierdaten geschlossenen Vereinbarungen hinausgehen. Als eines der wenigen konkreten Beispiele für mögliche Anwendungen des Schnüffelpakts nennt die "New York Times" Geldtransfers. Der Streit um die Durchleuchtung von Kontodaten durch den US-Geheimdienst CIA bei der der Transaktionsgesellschaft Swift sei ein Anstoß für die Verhandlungen des neuen Abkommens gewesen.

Die Großprojekte des Spannerstaats

Vorratsdatenspeicherung

DPA
Seit Anfang 2008 müssen Telekomfirmen sechs Monate lang speichern, wer mit wem, wie lange und von wo aus gemailt oder telefoniert (Handy/Festnetz) hat, das Internet genutzt oder Faxe verschickt hat. Für Internet-Provider, Anbieter von VoIP-Telefonie und E-Mail-Diensten gilt die Speicherpflicht von 2009 an. Sie sollen protokollieren, wer wann unter welchen IP-Adressen das Internet benutzt, an wen er E-Mails versendet und von wem er welche erhalten hat. mehr auf der Themenseite

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