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10.07.2008
 

Proteste gegen Preissteigerungen

Schwere Krawalle in Peru

Regierungsgebäude wurden in Brand gesetzt, auf Mitarbeiter wurde mit Pfeilen geschossen, Tausende gingen in der Hauptstadt Lima auf die Straße: In Peru ist es während eines landesweiten Streiks gegen die Wirtschaftspolitik zu schweren Krawallen gekommen.

Lima - Massenprotest in Peru: Während eines landesweiten Streiks gegen die Wirtschaftspolitik von Präsident Alan Garcia in Peru ist es am Mittwoch zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der südöstlichen Stadt Puerto Maldonado in der armen Dschungelregion Madre de Dios stürmten und plünderten Tausende Demonstranten den Sitz der Regionalregierung und zündeten das Gebäude an, teilte der Chef der Regionalregierung, Jorge del Castillo, mit. Die Demonstranten hätten mit Pfeilen auf die Mitarbeiter geschossen. Mehrere Polizisten seien verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur Andina.

Proteste in Lima: Die Armen gingen auf die Straße
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REUTERS

Proteste in Lima: Die Armen gingen auf die Straße

Im ganzen Land fanden Demonstrationen gegen Garcias Wirtschaftspolitik und die Preissteigerungen vor allem bei Nahrungsmitteln und Benzin statt. In der Hauptstadt Lima nahmen 5000 Menschen an einer Kundgebung teil. Am größten war die Beteiligung an dem Streik im Süden und Osten des Landes. In einigen Regionen des Südens versuchten Demonstranten, Straßensperren zu errichten. Nach Angaben von Innenminister Luis Alva Castro wurden bei den Protestaktionen landesweit mehr als 200 Demonstranten festgenommen. Die Regierung entsandte Soldaten zum Schutz der Flughäfen und Kraftwerke.

Die linksgerichtete Gewerkschaft CGTP, die zu dem 24-stündigen Streik aufgerufen hatte, bewertete die Aktion als Erfolg. Staatschef Garcia sprach am Mittwochabend von einer geringen Resonanz auf den Streikaufruf. Zugleich räumte er ein, dass "in einem großen Teil der Bevölkerung Perus eine Unzufriedenheit herrscht".

Seit dem Amtsantritt von Garcia im Jahr 2006 befindet sich die Wirtschaft Perus im Aufschwung. Im vergangenen Jahr wurde ein Wachstum von neun Prozent erzielt, in diesem Jahr werden acht Prozent erwartet. Die Armen in Peru, die rund 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen, erklären jedoch, dass der Aufschwung an ihnen vorbeigehe.

als/AFP/AP

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